Wie man sieht, bin ich ja zur Zeit nicht ganz “allein”.
Das hat mich am Anfang echt geschockt.
Ich wollte ja ursprünglich zum Arzt, weil ich etwas Schmerzen hatte und dachte ich wär krank. Ich hab auf ne große Zyste getippt. Ist ja nicht soooo selten.
Ich erzählte das alles der Ärztin und sagte auch, as ich auf keinen Fall schwanger sein kann. Ich weiß ja schließlich wie sich das anfühlt durch meine 2 Kinder. Doch schon bei der Untersuchung sagte sie zu mir:”Das sieht mir aber doch wie eine Schwangerschaft aus, so etwa 5 Monat. Ihre Gebärmutter ist schon hier oben” und zeigte mir dabei kurz unter den Bauchnabel. oO
Ich konnt kurz nichts sagen, nur blöd schauen, doch etwa 10 Sekunden später hab ich losgeheult. Das kann doch nicht wahr sein! Das ist nicht möglich! Das sagte ich ihr natürlich auch gleich. Ich sagte ihr, dass das doch nicht geht weil ich doch schon 2 Kinder hab, die aus “dem Gröbsten raus” sind.
Sie sagte nur :”Tja…”
Ich sagte, dass ich doch schon eine junge Mutti war.
Sie nur:”Und jetzt werden Sie noch eine reifere Mutti…”
Ich sagte:”Meine Tochter ist 16, ihr Freund kommt heut aus Ulm. Bei IHR pass ich auf, das sie mir nicht irgendwann schwanger heimkommt. Da kann ich doch nicht…”
Sie:”Dann haben Sie ja gleich einen großen Babysitter…”
Ich konnt sagen, was ich wollte, sie hatte ein Argument dagegen. Dabei wollt ich ja “nur” das sie das wieder zurücknimmt.
Doch sie sagte nur nett, ich solle mich erstmal etwas beruhigen und anziehen, wir würden gleich einen Ultraschall machen. Ich bin dann tränenüberströmt in den Ultraschallraum und überlegte immernoch wie ich aus der Nummer wieder rauskomme. Vielleicht hat sie sich ja auch geirrt, und es ist doch nur ne Zyste…
Sie macht mir das kalte Gel auf meinen Bauch und setzt das Ultraschallgerät auf. Ich schau auf den Bildschirm und was seh ich? Einen Kopf! Sofort hab ich wieder angefangen zu weinen, hab am ganzen Körper gezittert. Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin doch schon 34, hab 2 Kinder, wollte jetzt anfangen zu reisen und nicht nochmal Windeln wechseln, dann der Streß mit dem Kindergarten, dann Schule, das dauert JAHRE bis ich wieder an dem Punkt mit meinen jetzigen Freiheiten bin…und überhaupt, wie soll ich denn das dem Schlaubi beibringen? Wir sind uns doch einig, das wir keine Kinder mehr wollen!
Die Ärztin sagt:”Na, da haben wir es ja…” Ich schau wieder auf den Bildschirm - eine Wirbelsäule - ich schluchze laut auf und dreh meinen Kopf weg. Ich kann und will das nicht sehen “…ich schätze mal so 5. Monat…” ich heule und schau doch wieder zum Bildschirm - Beine, Po und “…und es wird ein Junge…” ich schlag die Hände vorm Gesicht zusammen und weine hemmungslos.
Es ist plötzlich so real, so greifbar… Die Ärztin sagt nur noch, das ich jetzt damit klarkommen muß, etwas ändern könnt ich eh nicht mehr. Dafür ist es zu spät…
Irgendwie bin ich dann ins Büro gekommen und hab gleich zum Telefon gegriffen. Ich mußte das ja dem Schlaubi erzählen, der grad zu einem Lehrgang in Köln war und die Räume von RTL besichtigte. Ich sagte ihm das ich schwanger bin und weinte hemmungslos in den Hörer. Er saß glaub ich gerade im Regieraum und sagte nur “Ok,ich ruf dich nachher zurück”
Also wartete ich und bin durch das leere Büro getigert. An Arbeit war nicht zu denken. Abwechselnd weinte ich, lachte hysterisch und führte Selbstgespräche, in denen ich mit mir selbst schimpfte, wie blöd ich doch sei…
Dann hab ich per Skype meine Freundin B. aus L. in Ö. gefragt, ob ich sie denn später anrufen könne. Ich mußte es jemanden erzählen, doch vorher wollt ich noch mit meinem Schlaubi reden.
Er rief dann an und ich konnte wieder so richtig in das Katastrophenszenario versinken. Er fragte mich aus, ob alles in Ordnung ist, ob ich schon weiß was es wird, wann es kommt und und und…
Ich heulte, er versuchte zu beruhigen und nach etwa 10 Minuten sagte er, ich soll doch bitte aus seinem Kind keinen Weltuntergang machen, wir müssen jetzt eben schauen, wie wir damit umgehen und das schaffen wir auch. Das hat mich dann total beruhigt und ich konnt langsam wieder normal denken.
Nach ein paar Minuten rief ich dann B. aus L. an. Sie war total überrascht und hat mich aber auch versucht zu beruhigen. Gut wenn man Freunde hat!
Später meldete sich Schlaubi nochmal und sagte, er kommt nach Hause, obwohl er am nächsten Morgen schon wieder um 9 in Köln sein mußte. Er wollte mich nicht allein lassen. Total lieb! Es muß ne Höllenfahrt gewesen sein. Er hat allein 4 Stunden gebraucht, um aus diesem blöden Köln rauszkommen. Als er dann endlich mitten in der Nacht hier war hat er mich nur in den Arm genommen und grinsend meinen Bauch gestreichelt.
Jetzt bin ich nur noch glücklich und freu mich riesig auf den kleinen Schatz. Ist ja doch toll, das ich nochmal spüren kann, wie da was in mir wächst und mich tritt 
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